Sonntag, 23. Februar 2014

Der Raum hinter den rechteckigen Guckfenstern





Der Gestank dringt bereits in meine Nase, obwohl ich von diesem scheusslichen Ort noch einige Meter entfernt bin. Es durchzuckt mich ein Gefühl von Ekel. Es ist laut und zu sehen ist nicht viel. Die beiden kleinen, rechteckigen Guckfenster in der Flügeltür, die sich am Ende dieses langen Gangs befinden, lassen schwache Lichtkegel in die bedrückende Dunkelheit werfen. Mein Gang ist alles andere als gemächlich und von Wut angeheizt stürze ich mich in Richtung Flügeltür. Mein Atem ist schnell, intensiv, doch dieser durchdringende Gestank bringt mich dazu, mein Schritttempo zu verlangsamen und mich schrittweise an diesen Ort anzunähern. Die rechteckigen Fenster lassen mich erahnen, wie schlimm es hinter ihnen zu und hergeht und was für Gräueltaten sich in diesen mit ekligem Neonlicht beleuchteten Räumlichkeiten abspielen. Mich durchstösst ein Stich, ein Schmerzender und ich bemerke, wie ich meinen Atem anhalte. Was ich da sehe, wünschte ich nie gesehen zu haben. Auch, wenn ich wusste, wie schlimm es ist, habe ich es mir nie so vorgestellt.